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Jeder dritte Niederländer hat Schlafprobleme, und mehr als vier von zehn schlafen dauerhaft zu wenig. In einem Team von zehn Personen sind das im Schnitt drei. In den Fehlzeiten sieht man es selten, eher in Konzentration, Geduld und Energie. Schlaf und Arbeit beeinflussen sich gegenseitig. Und damit ist Schlaf auch ein HR-Thema. Nicht, um sich in die Nächte der Menschen einzumischen, sondern um den Tag gut zu gestalten.
Niederländer zwischen 18 und 70 Jahren
Quelle: Kerkhof, Sleep Medicine (2017), repräsentative Stichprobe von 2.089 Erwachsenen
Von den Beschäftigten mit Schlafproblemen nennen 49% die Arbeit als Ursache, ebenso oft wie private Umstände. Genannt werden vor allem zu viel Arbeit und nicht abschalten können. Eine Metaanalyse von 152 Studien zeigt, dass eine höhere Arbeitsbelastung mit kürzerem und schlechterem Schlaf einhergeht und schlechter Schlaf mit weniger Gesundheit und Arbeitsfreude (Litwiller u. a., 2017). Vier Merkmale der Arbeit hängen am deutlichsten mit dem Schlaf zusammen, und alle vier liegen im Einflussbereich der Organisation:
Der Kreislauf, den Sie durchbrechen wollen
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Nach 17 bis 19 Stunden ohne Schlaf schnitten Versuchspersonen in manchen Tests ebenso schlecht ab wie mit 0,5 Promille Alkohol (Williamson und Feyer, 2000). Wer um 7 Uhr aufsteht, erreicht diesen Punkt gegen Mitternacht. Und das gilt auch für Führungskräfte: Nach einer schlechten Nacht reagieren sie häufiger abweisend auf ihr Team, und das Engagement dieses Teams sinkt mit (Barnes u. a., 2015). Lesen Sie auch, wie Sie Stress bei der Arbeit früher erkennen.

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Schlaf ist persönlich. Ein Arbeitgeber, der sich einmischt, schadet dem Vertrauen. Ein Arbeitgeber, der die Arbeit gut gestaltet, hilft dagegen. Sache des Arbeitgebers: realistische Arbeitsbelastung und Planung, Vereinbarungen zur Erreichbarkeit, gesunde Dienstpläne, Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen, und freiwillige, vertrauliche Unterstützung. Nicht Sache des Arbeitgebers: Schlaf messen, Schlaf an die Beurteilung koppeln oder die Ursache mit „geh früher ins Bett“ beim Mitarbeitenden suchen.
Die niederländische Datenschutzbehörde entschied 2016, dass Arbeitgeber keine Gesundheitsdaten aus Wearables verarbeiten dürfen, etwa Schlafmuster, auch nicht mit Einwilligung. In einem Arbeitsverhältnis ist diese Einwilligung selten wirklich freiwillig.
Am schnellsten spürbar: Teamvereinbarungen zu E-Mails und Apps nach Feierabend. Legen Sie gemeinsam fest, ab welcher Uhrzeit keine Nachrichten mehr verschickt werden, wie man bei echten Notfällen erreichbar ist und wie freie Tage und Teilzeittage respektiert werden. Die Führungskraft hält sich als Erste daran.
Das Modul Arbeitsbelastung in Deepler Research misst Arbeitszeiten, Erholung und mentale Belastung pro Team: anonym, nach Generation oder Altersgruppe, ohne Fragen zum Schlaf einer Person. Sehen Sie auch, wie eine Bildungsorganisation die Arbeitsbelastung pro Team sichtbar gemacht hat.

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Über den Autor
Sanne Huisman
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Sanne ist das Herzstück des Knowledge Centers von Deepler. Sie übersetzt Forschungsergebnisse, Daten und praktische Erfahrungen in konkrete Anwendungen für Unternehmen. Ob Mitarbeiterbefragung, Whitepaper oder praktische Unterstützung – Sanne stellt sicher, dass Wissen nicht verloren geht, sondern genutzt wird, um sowohl unsere Arbeit als auch unsere Produkte zu verbessern.
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